Frohe Weihnachten Euch Allen!

25. Dezember 2010

Ich wünsche Euch allen ein besinnliches Weihnachtsfest mit haufeinweise gutem Essen!

Für mich persönlich ist das Essen in der Weihnachtszeit am Schönsten. Ich könnte Gut und Gerne auf Geschenke verzichten, allerdings möchte ich das Essen nun wirklich nicht missen. Die Entenbrust gabs am 6. Dezember, da hat sich der Nikolaus mal was richtig feines einfallen lassen.

Da nun morgen schon Weihnachten ist wünsche ich Euch ein ganz tolles Weihnachtsfest und natürlich ein grandioses Weihnachtsessen!

…und jetzt wird noch fix der Baum geschmückt!

Zubereitung (ergibt 3 Portionen)

2 Entenbrüste à 360 g    2 kleine Köfpe Spitzkohl (ca. 700 g)    1/2 Glas Preiselbeeren    6 Kartoffelknödel    1 Zwiebel    2 EL Butter    400 ml Geflügelfond    etwas Thymian    Salz    Pfeffer    Alufolie

1) Den Spitzkohl waschen, putzen und in schmale Streifen schneiden. Anschließend die Entenbrust waschen, abtrocknen und mehrmals auf der Hautseite schräg einschneiden. Beide Seiten mit Salz und Pfeffer würzen. Die Entenbrüste mit der Hautseite in eine kalte Pfanne legen (ohne Butter oder Öl, die Haut der Ente gibt genug Fett ab) und etwa 5 Minuten braten, anschließend wenden und weitere 3 Minuten braten. Währenddessen den Ofen auf 175°C Umluft vorheizen, die Entenbrüste in eine ofenfeste Form geben und für ca. 10 – 12 Minuten im Ofen weitergaren.

2) Den Geflügelfond in die Pfanne geben und den Bratensatz lösen und aufkochen lassen.  Je nach Geschmack Preiselbeeren hinzufügen und weiter kochen lassen, bis die Sauce die gewünschte Süße und Konsitenz erreicht hat. Am Ende mit etwas Salz und Pfeffer würzen und mit 1 EL Butter binden. Zeitgleich die Knödel nach Packungsanweisung zubereiten.

3) In einer Pfanne etwa 1 EL Butter zerlassen, Zwiebeln darin andünsten und anschließend die Spitzkohlstreifen sowie ein wenig Wasser dazugeben. Thymian, Salz und Pfeffer hinzfügen und etwa 15 Minuten zugedeckt schmoren, dabei zwischendurch immer mal wieder umrühren.

4) Entenbrüste aus dem Ofen nehmen, in Alufolie einwickeln und noch ein paar Minuten ruhen lassen. Am Ende nochmals die Sauce abschmecken, die Entenbrüste in dünne Scheiben schneiden und alles anrichten. Fertig!

Da ich momentan dabei bin an meinem Master Studium zu pfeilen, bewege ich mich hauptsächlich zwischen Hochschule und Mensa. Dann zu Hause angekommen ist die Lust zu kochen leider auch nicht mehr so groß, zumal meine derzeitige Küche auch nicht wirklich geräumig ist und deshalb nicht gerade zum austoben einlädt. Allerdings gibt es in Hamburg, alle Jahre wieder, Restaurantsvorschläge unter dem Motto Gans(z) Weihnachtlich die allesamt Weihnachtsmenüs anbieten.  Also haben eine gute Freundin und ich beschlossen, dass das genau das Richtige für uns ist.

Hübsch gelegen, hinter einer Efeu-Hecke liegt das Landhaus Dill auf der Elbchaussee in Hamburg. Sicherlich kann man hier auch im Sommer gemütlich ein oder zwei Bierchen zischen. Drinnen wird man durchaus nett begrüßt, allerdings wirkt das Ambiente ein wenig altbacken, was man natürlich auch als „ländlichen Charme“ auslegen kann. Modern war es jedenfalls nicht.

Als Amuse Bouche gab es eine Gänseleberpastete, die durchaus schmackhaft war.

Die Vorspeise des Menüs, Gebratene Hirschrückenscheiben, Salate mit Nüssen und Weintrauben und Preiselbeerschaum, war in Ordnung. Die Hirschrückenscheiben mit dem Preiselbeerschaum waren hervorragend, das Fleisch war sehr zart und hat sehr gut mit den Preiselbeeren harmoniert. Leider war der Salat enttäuschent, da dieser nicht frisch zubereitet wurde, sondern höchstwahrscheinlich schon seit geraumer Zeit im Dressing gebadet hat und dadurch sehr labberig war, ein Fehler der eigentlich sehr simpel zu vermeiden wäre. Auch gab es keine Weintrauben zum Salat, welche ich allerdings während des Essens nicht vermisst habe, man sollte aber generell schon das servieren was auf der Karte steht.

Das Hauptgericht, Krosse Mastgans mit Quitten-Rotkohl, Maronen in Portwein gedünstet, eigener Sauce und Quark-Kartoffelkloß, war sehr gut. Die Gans war kross, das Fleisch war aber nicht trocken und die Beilagen waren sehr lecker, insbesondere die in Portwein gedünsteten Maronen. Definitiv nicht nur ein Augenschmauss!

Als Nachspeise gab es dann Mangosorbet mit Prosecco aufgefüllt, welches ich mir ein wenig spektakulärer vorgestellt hätte und mich doch gefragt habe ob ich nicht hätte ein anderes Dessert hätte bestellen sollen. Geschmacklich war es durchaus in Ordnung, hätte aber durchaus netter angerichtet sein können.

Wie war es nun im Landhaus Dill? Das Essen war gut, insbesondere das Hauptgericht hat Eindruck hinterlassen, die Bedienung war nett, der Chef allerdings ein wenig merkwürdig, aber nicht störend sondern durchaus aufmerksam und das Preis-Leistungsverhältnis stimmt. Ein Drei-Gänge-Weihnachtsmenü für 27,50 Euro, da kann man wahrlich nicht meckern. Bis zum 23.12. kann man das Menü noch im Landhaus Dill genießen, welches ich ohne Skrupel weiterempfehlen kann. Guten Appetit!